Fotografie

 

 

Das bewegte Bild … steht still!

Was ist das bewegte Bild, das still steht?

Fotografie – ein Photo.

Es läuft, anders als im Film, nicht davon.

 
 

Aber es bewegt sich
und entwickelt sich aus deiner dir eigenen Beobachtungsgabe.

Das einzelne Bild steht, hängt oder liegt geduldig mit der Möglichkeit steter Betrachtung vor dir, damit die Geschichte dieser Ablichtung aus dir selbst in seine kompositorische Phase treten kann. 

Was erkenne ich spontan? 
Augen – Blicke.

 Augenblicke
sind das Resultat gesammelter Lebenserfahrungen,
sind Betrachtungsweisen, die gezielt nach vorne weisen,
während so sehr vieles- und oft wie verschlossen –
schon weit zurückliegt.

(Timbuktu, unmittelbar nach seiner Befreiung, April 2012)

Seit Jahrzehnten treibt es mich –
manchmal spielerisch, manchmal traumwandlerisch –
da und dort die eine oder andere Geschichte
möglichst authentisch zu erhaschen.

Dies geschieht meist
aus anderen Blickwinkeln und manchmal,
während ich einen Augenblick einzufangen suche,
werde auch ich zu einem Gefangenen.

Alì,
achtjähriges Waisenkind aus Touggourt
verriet mir einen Traum:
reisen, entdecken wollen – aber bitte woanders!

Die folgenden und gar wenigen Fotografien, die sich hier abgebildet vorfinden, sind Beispiele aus meiner Archivsammlung, auf die sowohl in Form meterlanger Aktenodner, als auch mittlerweile in der Winzigkeit gewaltig erscheinender Datenbänke zurückgegriffen werden kann.

Ansammlung –

welch trügerische Unvergänglichkeit!

Glück! 

 Vergänglichkeit festzuhalten,

 auch so ein Umstand, der bewegt.

 

Hell und dunkel,
Licht und Schatten,
Mann und Frau,
Schwarz und Weiß

– Gegensätze immer nur spürbar,
niemals gänzlich sichtbar,
damit das zwischen den Zeilen Stehende,
genannt auch das Geheimnisvolle,
nicht gleich aufgedeckt ist.

Sébastien de Ganay
bildender Künstler,
Wien 2015

Gioacchino Lanza Tomasi di Lampedusa, 2015
Fürst von Lampedusa und Palma di Montechiaro,
lettura di prima mattina sulla terrazza del Gattopardo

Enzo Rinaldi
Künstler, Architekt
Sicilia

Boualem Sansal
Schriftsteller, Menschenrechtler

Leoluca Orlando
Politiker, Menschenrechtler

Ashia
polnisch-amerikanische Gesangsvirtuosin

Baron Girolamo (Gigi) Planeta

Wein-Virtuose, Menfi

… Virtuosität …

glückliche Gabe, um selten Gott nah …

… stets einander aufzusuchen,
auch um HALT zu finden,

in diesem blühend Meer der Tränen und Wunder
von oft nicht wissen
Wohin?!

… jetzt aber genug! Basta! Enough!

Auch Bosniens letzter Filmvorführer ist seit Jahren arbeitslos,

 

was wiederum den Maler Milan Mihajlovic beizeiten veranlasste, zu sagen:

„Sjecam se – Amarcord“

(ich erinnere mich)

 

… so also gab er’s zu verstehen und wer genau hinhörte,
konnte bereits den  gleichnamigen Film erahnen.

anno domini 2016

Grundsätzlich aber:

gäbe es die Anderen nicht, wäre ich nicht.

Deshalb, wer sind sie?

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Dort finden sich Portraits, nicht nur fotografische

Dieser Junge im Sahel – sein „Fahrzeug“ ein Esel – half mir beim Tank auffüllen und entdeckte, wie er mich gefiltert kleiner sehen und besser hören kann. (Foto oben)

Soif !

Durst